Schulanlage Herrenhof Uzwil

Wettbewerb Schulraumerweiterung

selektives Vergabeverfahren
Auftraggeber: Gemeinde Uzwil
Nettonutzfläche: 5.221 m²
Visualisierung: rendertaxi

Die Schulanlage Herrenhof verteilt sich auf zwei Areale ober- und unterhalb der Schöntalstrasse. Auf dem oberen Teil befinden sich die bestehenden Bauten der Primarschule, im unteren Bereich die Sportanlagen sowie das Kruckerhaus, welches in der zweiten Etappe rückgebaut werden soll. Das Gelände des Schulareals weist einen natürlichen Geländeverlauf mit ca. 3m Niveau Versprung auf. Die Bestandsgebäude stehen als Solitärbauten vereinzelt auf dem Schulareal und werden separat erschlossen. Ziel des Entwurfes für die Erweiterung der Schulanlage ist es, das Schulareal städtebaulich aufzuwerten, die Erschliessungen und Aussenräume klar zu definieren sowie die betrieblichen Abläufe der Bestandsschule mit Hilfe der Neubauten zu verbessern. In diesem Sinne werden alle öffentlichen Nutzungen in einem neuen Sockelgeschoss angeordnet, welche alle Bestandsgebäude thermisch und auch betrieblich miteinander verbindet. Auf dem Sockelgeschoss werden in Form von zwei Solitärbauten, ähnlich der Bestandstypologie, die Schulnutzungen angeordnet, 4 Schulklassen inkl. Gruppenräumen sowie die Küche für die Tagesstrukturen und Oberstufe. Durch die städtebauliche Figur der Neubauten werden zwei klar zonierte Höfe gebildet sowie die charmante Vielfalt des Areals bewahrt. Das neue Sockelgeschoss nimmt die bestehende Topografie wie selbstverständlich auf und ermöglicht ein in der Höhe gestaffeltes Erschliessungssystem. Die Bestandsgebäude werden durch die Neubauten nicht «verstellt», sondern durch das Sockelgeschoss angemessen miteinander in Bezug gebracht. Der obere, kürzlich sanierte Innenhof dienst als halböffentlicher Pausenhof, welcher der Primarschule zugeordnet ist und in seiner Qualität erhalten bleiben kann. Der durch die Neubauten gebildete untere Hof / Platz bildet neu eine für das Schulareal angemessene Entrée Situation. Dementsprechend befinden sich auch alle öffentlich und extern zugänglichen Nutzungen wie der neue Lehrertrakt, die Musikschule und der in der zweiten Etappe vorgesehene Singsaal in dem vom Platz aus zugänglichem Sockelgeschoss. Auf dem Sockelgeschoss befinden sich die neuen Klassen- und Gruppenräume sowie die Küche für die Oberstufe. Die Erschliessung für die Klassenzimmer erfolgt auf dem Niveau der Bestandsschulhäuser. In der ersten Etappe fügt sich der Neubau optimal zwischen der best. Turnhalle sowie des Altbau Schulhauses ein. In der zweiten Etappe wird der Sockel im Bereich des Abbruches der best. Turnhalle sinngemäss ergänzt. Durch die Aufnahme vieler Nutzungen im Sockelgeschoss, fügen sich die Schulbauten in Ihrer Massstäblichkeit elegant in die Bestandsbebauung ein. In den Bestandsbauten werden so wenig Eingriffe wie möglich vorgesehen, so dass Kosten für aufwendige Anpassungen vermieden werden können. Neu wird das gesamte Areal (Schule und Sport) über die Herrenhofstrasse erschlossen. Ganz im Osten der Parzelle, unmittelbar in der Nähe der neuen Einfachturnhalle, wird ein zentraler PP vorgesehen, so dass das Schulareal zugunsten der Schüler autofrei gestaltet werden kann. Das Sportareal wird in der zweiten Etappe mit dem Neubau der Einfachturnhalle ergänzt. Durch den Erhalt des zentralen Hartplatzes mittig der beiden Turnhallen, kann dieser einerseits von beiden Turnhallen genutzt werden, andererseits erhält das Schulareal mit der neuen Turnhalle im Osten des Areals einen adäquaten Abschluss.
Der neu gestaltete, multifunktionale Vorplatz mit angeschlossenem zentralem Foyer wird zum repräsentativen Eingangsbereich des Schulareals. Durch den Anschluss des Sockelgeschosses an alle Treppenhäuser der 3 Bestandsbauten entsteht ein miteinander verbundenes Schulareal, welches im Sinne der kurzen Wege zu einem optimalen und effizienten Schulbetrieb beiträgt. Die neuen Klassenräume sowie die Schulküche können, auf dem Sockel angeordnet, auch auf dem Niveau der Bestandsschulbauten erschlossen werden, so dass ein in der Höhe gestaffeltes Erschliessungssystem entsteht. Die über dem Singsaal angeordnete Küche kann nach Bedarf mittels Liftes für Veranstaltungen im Singsaal benutzt werden. Die auf dem Sockelgeschoss angeordneten Solitärbauten springen bewusst in der Tiefe zurück, so dass die Bestandsbauten einerseits Ihre Eigenständigkeit und solitäre Lage behalten und andererseits alle Räumlichkeiten in den Neubauten optimal mit Tageslicht belichtet werden können. Die aus unterschiedlichen Jahren stammenden Bestandsgebäude der Primarschule haben ein heterogenes Erscheinungsbild. Aus diesem Grund werden die Materialien der Schulneubauten bewusst reduziert und ein einheitliches Fassaden Gesamtbild angestrebt. Lediglich die Struktur und Tektonik betont die Differenzierung zwischen Sockel und darüberliegenden Solitärbauten. Das Sockelgeschoss wird, auch aufgrund der erdberührten Lage in Teilbereichen, in Ortbeton materialisiert. Grosse Verglasungen im Erdgeschoss garantieren einerseits mit Tageslicht belichtete Räumlichkeiten und andererseits unterstützen diese das repräsentative Entrée des Schulareals. Die darauf angeordneten Schulbauten und die Schulküche werden im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit mit einem hinterlüfteten Fassadensystem aus fein strukturierten Betonfertigteilen vorgesehen. Vorfabrizierte Fertigteile tragen zu einem schnellen Bauablauf und einer Kostenreduktion bei. Damit uneinsehbare Bereiche bzw. «Tunnelsituationen» auf dem Schulareal vermieden werden, wird zugunsten einer grosszügigen Freitreppe ein Werkraum des Gebäudes von 1967 im Bestand in den ehemaligen Lehrertrakt verlegt. Der Singsaal kann unterteilt werden und so auch ausserhalb der Veranstaltungen genutzt werden. Ebenso sind alle neuen Gruppenräume vom Gang erreichbar. So entsteht eine Raumvielfalt, welche auch eine Mehrfachnutzung erlaubt. Daher werden 2 Therapieräume nicht neu ersetzt sondern als Doppelnutzungseinheiten vorgesehen.
Der Baugrund auf dem Projektierungsareal ist je nach Lage unterschiedlich. Gemäss geotechnischem Bericht soll die Abtragung der Lasten in der kompakten Moräne erfolgen. Im Bereich des Schulhauses sind die tragenden Baugrundschichten relativ „oberflächennah“. Damit kann flach fundiert werden und die Lasten mit sogenannten Magerbetonschächten und –schlitzen auf die kompakte Moräne (OK -1.5 bis -2.1 m) abgetragen werden. Im Bereich der neuen Turnhalle sind die tragenden Schichten, aufgrund einer Zwischenschicht aus glazialen Seeablagerungen, ziemlich tief gelegen (OK -4.1 m). Hier sollte entweder mit Pfählen fundiert werden oder ein Untergeschoss vorgesehen werden welche ebenfalls mit Magerbetonschächten und/oder –schlitzen die Lasten auf die tragende Baugrundschicht abgibt.
Auf Grundlage des geologischen Gutachtens wird der Schulneubau flach fundiert und ohne Kellergeschoss projektiert. Hierdurch können aufwendige Aushubarbeiten und Kosten reduziert werden. Das Schulhaus ist zum Teil erdberührt und besteht daher aus Stahlbeton. Die Bodenplatte weist aufgrund der Wasserdichtigkeit eine Stärke von mindestens 25 cm auf. In Bereich hoher Lastabtragungen sind Fundamentvertiefungen notwendig. Aufgrund des fehlenden Untergeschosses ist am Gebäuderand eine Frostschürze vorgesehen. Die tragenden Wände und die Stützen bestehen aus Stahlbeton. Die Decken werden je nach Spannweite in angemessener Stärke als Flachdecken konzipiert. Grundsätzlich spannen die Decken von Aussenwand zu Aussenwand, im Sockelgeschoss wird der massive Kern mit aktiviert, so dass alle Räume im Sinne der zukünftigen Nachhaltigkeit flexibel an Nutzungsänderungen angepasst werden können.
Bei dem Neubau der Turnhalle wird bewusst ein Untergeschoss vorgesehen, da dieses lt. geologischem Gutachten empfohlen wird. Das Untergeschoss der Turnhalle ist aufgrund der erdberührten Lage komplett aus Stahlbeton projektiert. Die Bodenplatte weist aufgrund der notwendigen Wasserdichtigkeit eine Stärke von mindestens 25 cm auf. Einzig die innenliegenden Wände sind in Mauerwerk konzipiert. Das Erdgeschoss und die eigentliche Hallenkonstruktion sind dagegen in Holzbauweise vorgesehen. Für das Holztragwerk sind die Stützen und Träger in Brettschichtholz , die darüber liegende Platte besteht aus einer Dreischichtplatt. Die Wände werden aus vorfabrizierten Holzelementen geplant. Durch die Konzeption des Hallentragwerks in vorfabrizierter Holzbauweise können in der zweiten Etappe Kosten und Bauzeit gespart werden.
1.Etappe: Gemäss Ausschreibung wird in der ersten Etappe der Neubau von einem zentralen Lehrerbereich ,4 Klassenräumen mit dazugehörigen Gruppenräumen sowie die neue Musikschule vorgesehen. Der Entwurf sieht einen Neubau zwischen dem noch bestehenden Turnhallenbau und dem Altbau vor, welcher sich optimal in die Bestandsgebäude einfügt und diese durch ein neues Sockelgeschoss thermisch miteinander verbindet. Alle öffentlich zugänglichen Nutzungen befinden sich in Erdgeschosslage. 2. Etappe: In der zweiten Etappe wird der Turnhallenbau sowie das Kruckerhaus abgebrochen. Somit kann auf dem Schulareal der schon bestehende Neubau um die Nutzung des Singsaales sowie der Schulküche ergänzt werden. Nach der 2. Etappe sind also folglich alle bestehenden Bauten durch ein neues Sockelgeschoss thermisch miteinander verbunden. Auf dem östlichen Baugebiet wird die neue Turnhalle am Ende des Areals vorgesehen, so dass diese einen adäquaten Abschluss des Areals bildet.
Die städtebaulichen Erschliessungsachse entlang der Herrenhofstrasse und gleichzeitig Haupteingangsseite wird mit einer lockeren Bepflanzung aus Hochstammbäumen charakterisiert. Die umgrenzende Formhecke respektive die bestehenden Brüstungsmauer unterstützen dieses Gesamtbild. Die Haupteingangsbereiche sind räumlich freigehalten und von aussen gut erkennbar. Im Innern des Areals wechseln sich die vielfältig bespielbaren Platzräume mit Grünräumen ab und sind miteinander stark vernetzt. Die Durchwegung ist von allen Seiten wie auch aus den Wohnquartieren gewährleistet. Die räumlichen Beziehungen zueinander, der gestalterische Zusammenhang und die orientierenden Sichtverbindungen lassen die vielschichtige Anlage als Gesamtareal wahrnehmen.
Die Gestaltung der Aufenthaltsbereiche lassen Raum für künftige Nutzungswünsche und Entwicklungsmöglichkeiten offen. Die starke Grundstruktur lässt Veränderungen zu, temporäre und spontane Nutzungen sind möglich. Im unteren Pausenhof bietet ein offener, leicht konstruierter Pavillon Witterungsschutz im Freien. Ergänzt mit einer Pflastersteinfläche, Sitzstrukturen und einem Trinkbrunnen ist er Drehpunkt und Blickfang zum öffentlichen Raum. Die begrünte Sitzstufenanlage bietet Nischenstrukturen, aber auch Möglichkeiten für Schule im Aussenraum oder auch für den Mittagsaufenthalt für Tagesstrukturen. Der obere Pausenplatz sowie der obere Pausenhof werden als vielfältig nutzbare Bewegungs- und Aufenthaltsräume gestaltet. Am höchsten gelegen bildet der Grünbereich den Abschluss zum Wohnquartier und ermöglicht Rückzugsmöglichkeiten und Naturerlebnisse, bietet aber auch Raum für Experimentier- und Schulgartenflächen. Für die Pausennutzung gut erreichbar und einsichtig wird der Spielbereich näher bei den Schulbauten angelegt. So ist er auch für das Quartier zentraler gelegen und gut nutzbar. Die grosse Spielwiese ist mit rhythmisch gruppierten Schattenbäumen gesäumt, welche einen Raumabschluss und Übergang zu den Wohnquartieren bilden. Die lockere Baumpflanzung wird als Promenade zum grossen Pausenhof weitergeführt und mit Sitzpodeste aus Holz ergänzt. Die intensive Vernetzung und Durchwegung ermögliche abwechslungsreiche Rundwege und lassen interessante Zwischenzonen und Nischen entstehen. Der Ballspielplatz zwischen den Turnhallen wird in der heutigen Form saniert. Die aktuelle Rabattenfläche zur Herrenhofstrasse wird als leicht höher gelegene, baumbestandene Aufenthaltsfläche ausgebildet und der Ballfang zum Trottoir hin versetzt. Sitzstufen und Sitzmauern dienen auch als Ballstopper. Eine Treppenanlage verbindet direkt zum Parkplatz. Einzelne Baumpflanzungen strukturieren den Raum zum rückwärtigen Wohnquartier.
Die 18 Abstellplätze für Autos sind zentral und gebündelt unterhalb der neuen Turnhalle angeordnet. Die 65 Veloabstellplätze (inkl. der 20 gedeckten) sind an der Herrenhofstrasse bei den Haupteingangsbereichen zu den Schulhäusern angeordnet. Im gedeckten Unterstand sind gleichzeitig die Container für die Entsorgung integriert. Zusätzliche Abstellplätze und Containerstandorte sind im Eingangsbereich zur neuen Turnhalle möglich.
Grundsätzlich sollen strapazierfähige, langlebige und wiederverwendbare Materialien verwendet werden. Neue Beläge werden den Ansprüchen gerecht mit möglichst wasserdurchlässigen Betonsteinbelag angelegt. Bestehende, intakte Asphaltbeläge können als Teilflächen integriert werden. Der neue Ballspielplatz kann je nach Bedürfnis in Asphalt oder als Kunststoffbelag ausgeführt werden. Ausstattungen wie Sitzpodeste und Spielstrukturen sollen alle Sinne ansprechen und in naturbelassenem Holz ausgeführt werden.
Entlang der Erschliessungsseite an der Herrenhofstrasse wird das bestehende Baumkonzept aus Föhren und Birken als charakterisierende Baumart weitergeführt und verstärkt. Sie prägen zusammen mit den ergänzten Formhecken und der bestehenden den Strassenraum und das Erscheinungsbild des Schulareals. Einzelbäume wie Linden, Kastanien oder auch Eichen betonen Plätze und besondere Orte. Ahornbäume säumen die Spiel- und Sportbereiche und spenden Schatten. Sämtliche Übergangsbereiche zu den rückwärtigen Wohnquartieren können als naturnahe Grünflächen mit einheimischen Heckensträuchern ausgebildet werden.
Die Eingriffstiefe in den Bestand ist bewusst sehr geringgehalten worden (keine Nutzungsänderungen, kein Entfall von Fluchttüren), so dass lt. Norm in den Bestandsgebäuden keine teuren Massnahmen für Brandschutzertüchtigungen vorgenommen werden müssen. Der Gebäudebestand ist in Massivbauweise (Beton, Mauerwerk) erstellt. Die 3 Geschossigen Erweiterungsbauten werden ebenfalls in Massivbauweise (Beton) erstellt. Die Neubauten fallen in die Brandschutzklassifizierung von Gebäuden mittlerer Höhe. Zwischen den Gebäuden (Bestand und Neubauten) sind laut Brandschutznorm ein baulicher Brandschutz in Form von Abstandsregelungen einzuhalten, diese können unterschritten werden, wenn geeignete Ersatzmassnahmen (Feuerwiderstand der Gebäudehülle) getroffen werden (in den Schemata blau markiert). Die Beschaffenheit der äussersten Schichten der Aussenwandkonstruktionen muss gemäss Norm ausgebildet werden. Der Projektvorschlag berücksichtigt die Anforderungen (REI 60) in Form von einer nicht brennbaren Fassade aus vorgehängten Betonfertigteilelementen. In jedem Gebäude sind vertikale Fluchtwege vorgesehen (Treppenhäuser), welche über max. einen angrenzenden Raum erreichbar sind. Eine freie Möblierung und Nutzung der Gangbereiche in den Schulgeschossen ist so problemlos möglich. Das Treppenhaus des neuen Klassenraumtraktes flüchtet auf dem Sockelniveau nach draussen. Aus diesem Grund kann das Foyer im Erdgeschoss ebenfalls frei möbliert und vielfältig genutzt werden. Alle Räume im Erdgeschoss können über max. einen angrenzenden Raum direkt nach draussen flüchten. Die Fluchtweglänge von max. 35m wird überall eingehalten. Die Fluchtwegbreite von min. 1.20 wird ebenfalls überall eingehalten. Jede zusammenhängende Nutzungseinheit wird mit einem eigenen Brandabschnitt ausgebildet (s. Schemata). Sondernutzungen wie z.B. die Werkräume benötigen einen separaten Brandabschnitt. Zusammenfassend sind die brandschutztechnischen Massnahmen der Neubauten als normal zu beurteilen, so dass keine aussergewöhnlichen Kostenaufwendungen in diesem Bereich notwendig sind.
Im Sinne der Nachhaltigkeit sowie des Gesamteindruckes des Schulareals werden die Neubauten in solider, langlebiger Betonbauweise erstellt. Wo möglich, wird im ökologischen Sinne Recyclingbeton eingesetzt. Das hinterlüftete Fassadensystem mit Betonfertigteilen trägt zur Nachhaltigkeit der Konstruktion bei. So können alle verwendeten Baustoffe unterschiedlicher Lebensdauer getrennt voneinander recycelt oder instandgesetzt werden. Das Sockelgeschoss mit den öffentlichen Nutzungen öffnet sich mittels grosser Verglasungen zum Vorplatz und bildet das repräsentative Entrée für das Schulareal. Die Betonlamellen strukturieren das Sockelgeschoss und bilden mit dem Vordach zusammen einen soliden Sonnenschutz. Die darüber liegenden Schulnutzungsgeschosse setzten sich elegant von der Materialisierung des Sockelgeschosses ab. Die Lochfassade wird mittels leicht gerippter Betonfertigteile strukturiert. Die vorgesehene Bauweise verspricht einen minimen Unterhaltsaufwand. Die Turnhalle wird im erdberührten Bereich als Betonbau ausgebildet. Darüber jedoch wird der Hallenbau als vorfabrizierter Holzbau vorgesehen. Die Tektonik und Statik des Hallenbaus tragen wesentlich zur Architektur und Ästhetik bei. Auch hier wird im Sinne der Ökologie und Nachhaltigkeit ein vorgehängtes Fassadensystem mit einer fein strukturierten Holzverkleidung vorgesehen. Grosse Verglasungen im Erdgeschossniveau lassen interessante Einblicke in die Turnhalle zu.