Hallenbad Zürich-Leimbach

Instandsetzung und Umnutzung vom Hallenbad

Selektives Vergabeverfahren, 1. Preis
Auftraggeber: Amt für Hochbauten Zürich
Nettonutzfläche: 1250 m², 600 m² Terrasse
Stand der Bearbeitung: Baustelle
Partner: Simon Neuenschwander

Die Umgebung des Hallenbads ist geprägt durch Hochhäuser. Dadurch ist die Sicht auf die Dachterrasse möglich und wird somit zum Gestaltungselement einer 5. Fassade. Der Baumbestand auf der Dachterrasse ist ein wichtiger Teil der bestehenden Grünflächenstruktur. Er gliedert die flächige Baumasse und verbindet das grosse Gebäude mit der Umgebung. Die Faltung der Dachlandschaft bewirkt eine klare Nutzungstrennung von Sauna- und Schwimmbadzone. Die unterschiedlichen Höhenentwicklungen der Dachtopographie schaffen verschiedene Bereiche und zonieren den neuen Aussenbereich. Durch die räumliche und funktionale Verbindung von Schwimmhalle und Dachterrasse erfolgt eine Attraktivitätssteigerung des Schwimmbadaussenbereichs. Die Bäume erfüllen die Funktion des Sicht- und Sonnenschutzes auf natürliche Weise. Grosssträucher (Höhe 4-6m) bereichern die Terrasse mit ihrem ausdrucksstarken Habitus, Blüten, Herbstfärbung und ihrem Duft.
Die Materialisierung erfolgt durch Holzmodule, analog der abgehängten Decke aus Holz im Bestandsgebäude. Das Holzdeck ermöglicht eine ganzjährige Nutzung. Im Süden ist eine Wiese geplant. Das bestehende Kinderplanschbecken wird durch die Öffnung in den Aussenraum aufgewertet.
Die Investition eines Wasserspielplatzes bedeutet einen Mehrwert für das gesamte Hallenbad. Hierfür ist die Nutzung des bestehenden Badwasserkreislaufs möglich. Die Frischluftzone des Saunabereichs ist durch eine pergolaartige Holzkonstruktion vor Einblicken geschützt. Ausblicke sind durch die sich auflösende Holzstruktur möglich. Die Höhenentwicklung des Bodenbelags führt zu einer höheren Brüstung, die ungewollte Ein- und Ausblicke verhindert.