Doppelkindergarten Ebertswil

Neubau und Erweiterung vom Doppelkindergarten

Studienauftrag, Ausschreibung im selektiven Verfahren
Auftraggeber: Gemeinde Hausen am Albis
Nettofläche: 465 m²
Planungsbeginn: 11/2016
Fertigstellung: 01/2019
Stand der Bearbeitung: Vorentwurf
Visualisierung: studiohometown

Das Grundstück des neuen Kindergartens befindet sich in unmittelbarer Nähe zum denkmalgeschützten Schulhaus und zum Dorfplatz von Ebertswil. Es weist eine natürliche Topographie auf, welche gegen Südwesten um 2,5 m fällt. Da der neue Doppelkindergarten auch einen Klassenraum für die Bestandsschule beinhaltet, ist eine betriebliche Nähe zum Bestandsschulhaus sinnvoll. Der denkmalgeschützte Schulhausbau übernimmt die repräsentative Funktion des gesamten Schulhausareals.
Das neue Kindergartenvolumen wird städtebaulich als kompakter Baukörper in unmittelbarer Nähe des Bestandsschulhauses vorgesehen. Damit sich das Volumen des Kindergartens gut in die von Ein- und Mehrfamilienhäusern geprägte Umgebungsbebauung einfügt, wird das Gebäude in zwei gleichwertige – zueinander leicht verrückte – Volumina gegliedert. Die Freiflächen werden so auf natürliche Weise zoniert. Als Typologie wird bewusst das ortstypische Satteldachhaus gewählt, welches sich ideal in die Umgebung einfügt. Durch die Giebelausrichtung zur Strasse entsteht ein Dialog zu dem bestehenden Schulgebäude. Dieser wird durch die Aufnahme derselben, ortstypischen Satteldachneigung noch unterstützt. Giebelseitig spendet ein grosszügiger Dachüberstand sowohl im Eingangsbereich als auch im Bereich des Gartenzugangs einen guten Wetterschutz.
Durch die leicht verschobene Setzung der zwei Satteldachvolumina vom Doppelkindergarten wird der Aussenraum zoniert und es entstehen spannende Pausenräume. Im Norden entsteht zwischen dem Bestandsschulhaus und dem Neubau ein gefasster Vorplatz, welcher einerseits wie selbstverständlich in das neue Kindergartengebäude hineinleitet und andererseits die betrieblich sinnvolle Anbindung zum Bestandsschulhaus sicherstellt: Zwischen den Gebäuden spannt sich ein zusammenhängender Bewegungs- und Spielraum auf. Im Süd-Westen profitiert der Kindergarten durch den Versatz von einem vorgelagerten, gedeckten Kindergarten-Aussenbereich. Im hinteren Bereich befindet sich ausserdem ein grosser, zusammenhängender Hartplatz als Spielfläche.