Altersheim Reichenbach

Wettbewerb Aufstockung und Sanierung

Wettbewerb im selektiven Verfahren
Auftraggeber: Verein Pro Senectute
Nettonutzfläche: 1.700 m²
Visualisierung: k18

Als Folge der wachsenden Pflegebedürftigkeit der Bewohner erfüllt das bestehende Altersheim Reichenbach die Anforderungen an einen zeitgemässen und wirtschaftlichen Betrieb nicht mehr.
Neben der Anpassung der Bettenstruktur sind fehlende Gemeinschaftsbereiche, sowie zu kleine Zimmer wesentliche Punkte die eine Adaptierung der bestehenden Struktur zwingend notwendig machen.
Aufgrund von betrieblichen Überlegungen schlagen wir vor, die geforderten neuen Nutzungen durch die Aufstockung der Dächer in den bestehenden Bau zu integrieren. Zudem wird der Mittelteil südseitig um die notwendigen Flächen der Aufenthaltsbereiche vergrößert.
Bisher nur als Bindeglied zwischen den bestehenden Wohntrakten verstanden, wird er nun in seiner Rolle als „Herzstück“ des Ensembles formal gestärkt.
Obwohl die Gestalt der zwei Hauptgebäude in ihrer grundlegenden Form bestehen bleibt, erhält das Gebäude durch die vorgesetzte Front ein völlig neues und zudem je nach Jahreszeit/Sonnenstand ein sich veränderndes Gesicht. Vor der Balkonkonstruktion verläuft ein großflächiger transparenter Holzvorhang, welcher formal die bestehende Front harmonisiert und gleichzeitig eine neue Lebendigkeit erzeugt.
Das traditionelle Rautenmuster aus der Holzschnitzerei wird zum Gestaltungsprinzip des Holzvorhangs. Die in der Region üblichen Elemente – Holz, Klappladen, Schnitzerei – werden neu interpretiert. Die dichte Holzfassade des Mitteltraktes hebt sich formal vom transparenten „Vorhang“ der Balkone ab. Als allseitig umgebende Hülle stärkt sie den skulpturalen Charakter des Baukörpers und die großflächigen Glasflächen treten kontrastreich hervor.